Das zentrale Sucht Informationssystem
(ZSIS) beschäftigt sich mit der Sammlung, Systematisierung und
Darstellung von Materialien, Informationen, Anhaltspunkten und
erster Präventionsarbeit zum Thema der Online-Sucht. Betroffene,
Angehörige und Interessierte finden hier Informationen und
Ansprechpartner zu einem Thema, das sehr viele bewegt.
Mit einer integrierten öffentlich zugänglichen Datenbank wird die
zusätzliche Vernetzung von allen Hilfeleistenden im
deutschsprachigen Raum erfolgen. Bitte helfen auch Sie dabei, die
Datenbank zu komplettieren.
Onlinegames setzen Ehe aufs Spiel
Ungleichgewicht von Spiel und Beziehung bei drei von vier Spielern
Online-Rollenspiele haben bei Verheirateten negative Auswirkungen auf die Zufriedenheit im Eheleben. Die wissenschaftliche Bestätigung für diese These liefern nun Forscher der Brigham Young University http://home.byu.edu in der Zeitschrift "Journal of Leisure Research".
Erhöhung des logischen Denkvermögens wissenschaftlich bestätigt
Intelligenz lässt sich mit Hilfe von Computerspielen steigern. Das ergab eine Studie der Universität Würzburg http://uni-wuerzburg.de . Mit einem Computerspiel wurde das logische Denkvermögen von Kindern gesteigert. "Der Computer war nur das Medium. Letztendlich ist es denkbar, dass man ohne Computer systematisch Vergleiche durchführt", sagt Wolfgang Lenhard, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie in Würzburg, gegenüber pressetext. Der Vorteil des Computers sei, dass er nicht unmittelbar mit Lernen assoziiert wird. Der Effekt der Intelligenzsteigerung fiel überraschend hoch aus.
Kinderpsychiater: Spielen im Matsch ist beste Computersucht-Prävention
Der gesunde Umgang mit Medien braucht ausreichend Erfahrungen abseits des Bildschirms. Das fordert der Hannoveraner Kinder- und Jugendpsychiater Christoph Möller im pressetext-Interview. Mit dem Praxishandbuch "Internet- und Computersucht", das demnächst bei Kohlhammer erscheint, legt der Experte ein erstes Standardwerk zum Thema für Therapeuten, Pädagogen und Eltern vor.
Experte: Familien von Suchtkranken stehen meist allein da
Ein stabiles Umfeld schützt Kinder vor einer Alkohol- und Drogensucht im Jugend- oder Erwachsenenalter. Sind der Vater, die Mutter oder beide alkoholkrank - das Schicksal von 2,65 Mio. Kindern allein in Deutschland - so ist das Risiko für Suchtstörungen oder psychische Erkrankungen deutlich erhöht. Was dabei hilft, dass es trotz Vorbelastung zu keiner Sucht kommt, erklärt Michael Klein, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtpsychologie http://www.suchtpsychologie.de , im pressetext-Interview.
Internetsucht: "Die Erfolgsquote ist eher ernüchternd"
Klaus Wölfling leitet die Ambulanz für Spielsucht in Mainz. Im Interview erklärt er, wie ähnlich Online- und Drogensucht sind und wo die Therapie ihre Grenzen erreicht.
560.000 Menschen in Deutschland sind internetsüchtig
Drogenbeauftragte: Prävention, Behandlung und Altersbewertung von Spielen verbessern
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, stellt heute eine erste repräsentative Studie zur Häufigkeit der Internetabhängigkeit bei den 14- bis 64-Jährigen in Deutschland vor. Etwa 1 Prozent der 14- bis 64-jährigen in Deutschland werden nach der vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Studie „Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA I)“ der Universität Lübeck und der Universität Greifswald als internetabhängig eingestuft.
Neue Medien unentbehrlich - Suchtgefahren vorhanden
Auf digitale Technologien und neue Medien wollen die meisten User nicht mehr verzichten. Insbesondere jungen Anwendern sind Handys, Smartphones und Internet mittlerweile sogar wichtiger als Fernsehen. Wie die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom http://www.ofcom.org.uk aufzeigt, haben die Geräte und Online-Medien das TV in Sachen Relevanz erstmals von der Spitze gedrängt. Sie sind unentbehrlicher geworden und würden ihren Nutzern mehr fehlen als der Fernseher.
Gefühlskatastrophen bei Ausfall von Handy, Facebook und mp3
Die meisten Studenten sind süchtig nach Medien, egal in welchem Land sie leben. Das ergab eine Studie der Salzburg Academy on Media & Global Change der Universität Maryland http://www.icmpa.umd.edu. 1.000 Studierende aus zehn Ländern verzichteten 24 Stunden lang auf Handy, Laptop, Fernsehen und mp3-Player und schrieben ihre Erfahrungen nieder. "Wir waren überrascht, dass trotz Unterschieden in Kulturen, Wirtschaftslage und politischen Systemen die Folgen des Medienentzugs überall dieselben sind", berichtet Studienleiterin Susan D. Moeller.
Wii & Playstation: Fünfmal wirksamer als Physiotherapie
Die Vorteile von Videospielen entdecken nun auch Neurologen für sich. Nach einem Schlaganfall helfen Bewegungsspiele auf Wii und Playstation dem Gehirn, die Motorik umzulernen und verloren gegangene Regionen durch andere zu ersetzen. Das berichten kanadische Forscher in der Fachzeit "Stroke". Ihrer Analyse nach bringen derartige Spiele teils sogar deutlich bessere Ergebnisse als bisherige Standardbehandlungen wie etwa Physio- oder Bewegungstherapie.
Soziale Netzwerke als Auslöser von Unzufriedenheiten
Über ständige Statusupdates lassen sich Nutzer von Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken über die Aktivitäten ihrer Freunde informieren. Für immer mehr User soll das ein Grund dafür sein, dass sie Angst haben Dinge zu verpassen, glauben Verhaltensforscher. Für das Phänomen gibt es bereits einen Namen: Die Abkürzung FOMO steht für "fear of missing out" - die Angst etwas zu verpassen.
User zeigen ohne ihre Hightech-Geräte Entzugserscheinungen
Junge Mobilfunk-User sind für Smartphones und Handys stark empfänglich. Ihre Hingebung zu Hightech-Geräten kann jedoch schnell zu weit gehen. Die Handhelds können zu regelrechten Suchttendenzen führen, wie eine von Intel Science Talent Search http://www.societyforscience.org ausgezeichnete Studie aufzeigt. Dieser zufolge zeigen anhängliche Teenager ohne ihre Handys Entzugserscheinungen und Symptome wie Beunruhigung und Stress.