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| Depressionen als Auslöser von Straftaten |
„Narziss und Echo“ Kleptomanie, Stalking und Internetsucht als Folge einer depressiven Grundstörung.
In seinem neuen Buch „Narziss und Echo“ beschreibt der Salzburger Gerichtspsychologe Kleptomanie, Stalking und Internetsucht als Folge einer depressiven Grundstörung.
Eine Frau schickt ihrem Ex-Freund täglich bis zu 40 E-Mails. Eine in der Kindheit sexuell missbrauchte Mutter wird zur Ladendiebin. „Stalking, zwanghaftes Stehlen, Internet- und Kaufsucht können Folgen einer Depression sein.“ Das sagt der Salzburger Gerichtspsychiater Bernhard Mitterauer in seinem neuen Buch „Narziss und Echo“. „Wir haben gesehen, dass zum Beispiel Ladendiebstahl im Rahmen einer depressiven Grundstörung auftreten kann. Im Strafverfahren hat diese Krankheit bisher aber keine Rolle gespielt“, erklärte der Neuropsychiater im APA-Gespräch.
Der Universitätsprofessor untermauert seine Erkenntnisse mit Statistiken und 20 Fallbeispielen. Jene 32-Jährige, die von ihrem Freund verlassen worden ist, flehte in ihren Mails um Wiederaufnahme der Beziehung. Ihr Verhalten interpretierte der Salzburger Wissenschafter als „depressiven Drang nach Kommunikation im Sinne der Hyperkommunikation“. Ein Antidepressivum bewirkte einen signifikanten Behandlungserfolg. „Die Patientin schickte zunehmend weniger Nachrichten und gab dieses Verhalten schließlich ganz auf.“
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